15.05.2026 – Ein Millionär der Fantasie zu Gast an der Kleinfeldschule
Vorlesetag mit Kinderbuchautor Armin Pongs
Still. So still, dass man beinahe die Lampen summen hören konnte. Genau diese Aufmerksamkeit wünschte sich ein besonderer Gast am Vorlesetag – und genauso gebannt lauschten die Schülerinnen und Schüler seinen Geschichten.
An diesem Freitagvormittag wurde die Turnhalle der Kleinfeldschule zu einem Ort voller Abenteuer, Fantasie und unsichtbarer Welten: Kinderbuchautor Armin Pongs war zu Besuch.
Zuerst kamen die 1. und 2. Klassen in den Genuss einer besonderen Lesung, anschließend die 3. und 4. Klassen. Besonders war sie tatsächlich: Ohne Beamer, Leinwand oder Laptop, dafür aber mit einer Stimme, die lebendige Bilder in den Köpfen der Kinder entstehen ließ.
Armin Pongs kennt die Welt der Geschichten seit vielen Jahren. Bereits mit 29 Jahren veröffentlichte er sein erstes Buch, seitdem erscheint jedes Jahr ein weiteres Werk – inzwischen sind es 29 Bücher. An rund 180 Tagen im Jahr reist er durch Schulen, um Kinder für das Lesen zu begeistern. Schon als Junge begegnete er dem bekannten Kinderbuchautor Otfried Preußler – ein Erlebnis, das ihn nachhaltig prägte. Preußler öffnete ihm damals die Tür in die fantastische Welt der Bücher.
Selbst bezeichnet sich Pongs als „Millionär“:
„Es gibt Menschen, die glauben, sie seien reich, weil sie viel Geld besitzen. Geld kann jedoch verloren gehen oder ausgegeben werden. Die Bilder, die beim Lesen im Kopf entstehen, bleiben oft ein Leben lang.“
Für die jüngeren Kinder las er aus seinem Buch Krokofil – Der Traumländer. Darin geht es um ein freundliches Krokodil, das fest an seine Träume glaubt und alles dafür tut, sie zu verwirklichen. Gemeinsam mit Prinzessin Anna Lucia erlebt Krokofil spannende Abenteuer und entdeckt, wie wertvoll Freundschaft ist.
Den Schülerinnen und Schülern der 3. und 4. Klassen stellte Armin Pongs seine Reihe Der magische Kalender vor. Vier Kinder, das „magische Quartett“, reisen mithilfe eines geheimnisvollen Kalenders an besondere Orte, um bedrohte Tiere zu retten.
Besonders begeistert waren die Kinder von der lebendigen Art der Lesung: Immer wieder zeigte Pongs auf imaginäre Figuren oder Landschaften in der Turnhalle, woraufhin sich alle neugierig umdrehten. In der anschließenden Fragerunde erzählten die Kinder begeistert von ihren eigenen Lesegewohnheiten – vom Lesen abends im Bett, gemeinsam mit den Eltern oder gemütlich auf der Couch am Wochenende. Armin Pongs machte den Kindern Mut und appellierte an sie: „Lest so viel ihr könnt!“
Zum Abschied erhielt jedes Kind einen kleinen „Mondstein“, der unter dem Kopfkissen schlechte Träume fernhalten soll. Die Klassenlehrkräfte bekamen außerdem sogenannte „Lesemuscheln“ am Band. Wer sie um den Hals trägt, kann – so die Idee – ein kleines bisschen besser lesen.
So ging ein Vormittag voller Fantasie, Freude und Begeisterung zu Ende – ein gelungener Beitrag zur Leseförderung und ein großer Schatz an Bildern und Geschichten in den Köpfen der Kinder.
