Beleidigen, erniedrigen, ausschließen – unter Mobbing leiden bisweilen schon Grundschüler. Oft haben die gezielten Attacken schwerwiegende Folgen für die jungen Opfer. Doch dagegen lässt sich etwas tun: Das Kinder- und Jugendtheater EUKITEA hat sich mit der Thematik für Schüler im Grundschulalter auseinandergesetzt und ein Theaterprojekt zur Mobbing-Prävention entwickelt.  Am 26. Januar gastierte das Präventionsprojekt auch an der Grundschule Germering an der Kleinfeldstraße. Schulleiterin Claudia Bauer begrüßt das Engagement der Sparda-Bank München: „Auch in der Grundschule kann es manchmal vorkommen, dass Kinder gemobbt werden. Mit dem Projekt ‚Gut so‘ sollen unsere Schüler auf die Problematik aufmerksam gemacht werden, um angemessen reagieren zu können, sich selbst zu schützen, aber auch Mobbing von unter Kindern üblichen Hänseleien zu unterscheiden. Wir freuen uns sehr, dass das Theaterprojekt uns dabei unterstützt, die Kinder zu sensibilisieren!“

Das interaktive Theaterstück „Gut so!“ sensibilisiert Kinder zwischen sechs und zehn Jahren einfühlsam und spielerisch zugleich für das Thema „Mobbing“. Es führt in die Problematik ein und ermutigt die Grundschüler, sich für ein lebendiges und harmonisches Miteinander einzusetzen. Behutsam geleiten die beiden Schauspieler Kathrin Müller und Giorgio Buraggi ihre jungen Zuschauer hierfür in die Lebenswelt von sechs Kindern der Klasse 4a. Als sich zwei von ihnen ineinander verlieben, kommt es innerhalb der Clique zu Eifersucht und Streitereien. Im entscheidenden Augenblick gelingt den Beteiligten jedoch die Wende. Kindgerecht führen die Protagonisten ihr Publikum durch den Prozess der Verstrickung und lassen es den Weg zur Wandlung miterleben. „Die Kinder sollen erfahren, wie beklemmend es ist, wenn man gehänselt oder ausgeschlossen wird“, erklärt
Stephan Eckl vom Theaterhaus EUKITEA die Idee des Stücks. „Dabei heben wir allerdings nicht den mahnenden Zeigefinger. Wir wollen die Kinder über Empathie und Verständnis zum Verändern und Mitgestalten anregen und zeigen ihnen dafür mögliche Lösungswege auf.“

In anschließenden Workshops vertieften die Experten die Materie und gaben den Schülern so die Gelegenheit, ihre Eindrücke zu verarbeiten und das Gelernte zu verinnerlichen. Auch die Eltern sollten einbezogen werden. Bei einem Informationsabend am Tag der Theateraufführung erfuhren die Väter und Mütter, wie sie Anzeichen von Mobbing erkennen und ihre Kinder unterstützen können. Leider machten von  92 Schülerinnen und Schüler der 3.Klassen nur 5 Elternteile davon Gebrauch – schade!